Hb2 VU // werkSTADT aspern

LVA 253.G68 VU Hochbau 2 W26 8.0 ECTS

werkSTADT aspern
Die 1982 errichtete Fertigungshalle der ehemaligen Opel-Werke am östlichen Stadtrand Wiens zählte mit ihren 140.000 m² Nutzfläche zu den größten industriellen Großstrukturen Europas. Seit der endgültigen Produktionseinstellung und der Schließung des Werks im Juli 2024 existieren unterschiedliche Szenarien für die Nachnutzung des Areals südlich der Seestadt Aspern. Im Stadtentwicklungskonzept der Stadt Wien (75.STEK) werden für den Standort Schlüsselindustrien und forschungsintensive Zukunftstechnologien für eine neue Nutzung priorisiert, eine “Translation von der Forschung in die Produktion” soll ermöglicht werden.

Mit einer neuen Nutzung wird das ehemalige Werks-Areal eine neue stadträumliche Bedeutung mit einem hohen Vernetzungs-& Synergiepotential erfahren. Aufbauend auf den räumlichen Zielen des 75.STEK soll das Areal in den räumlichen Kontext seiner Umgebung eingefügt, mit den angrenzenden Stadtteilen und Ortskernen verknüpft und eine “unverwechselbare Identität mit hoher Gestaltungsqualität” am Standort geschaffen werden.

Ziel ist daher die Entwicklung einer weitgehend nutzungsoffenen räumlichen Struktur, die einen architektonischen Attraktor bildet, das Areal aufwertet und zugleich eine stadträumliche Verbindung zur Seestadt bzw. in Richtung Süden herstellt. Die neue Raumstruktur kann die der ehemaligen Produktionshalle vorgelagerten Grundstücksbereiche baulich verdichten, es kann (temporär) an die bestehende Halle angebaut bzw. die die Halle überbaut werden. Eine Durchwegung der Halle in Richtung Süden sowie eine sinnvolle architektonische Transformation einzelner Hallenbereiche sind möglich, wobei ein Großteil des baulichen Bestandes erhalten werden soll.

Programmatisch soll die neue Raumstruktur das aktuell brach liegenden Industriegeländes zugänglich machen und mit öffentlichen Nutzungen (Kunst, Freizeit, Sport, Werkstätten, Start-ups, Food Court etc.) attraktiveren. Zwischennutzungen sind denkbar.

Ablauf
In der Gruppe wird eine urbane Strategie vereinbart. Die Pavillons werden positioniert und in der Folge in Kleingruppen von 2-3 Studierenden ausgearbeitet.

  • Workshop: Mo 19.10.2026 – Fr 23.10.2026
  • Midterms: Mi 26.11.2026
  • Finals mit Ausstellung: Mi 27.01.2027 – So 31.01.2026

Grundsätzliche Anforderungen
In der Übung sollen Aspekte der Architektur, der Statik und des Hochbaus innerhalb eines Architekturentwurfs von der typologischen Konzeption, der städtebaulichen Einbindung über die konstruktive Vertiefung bis zur Hochbau-Detailausarbeitung erarbeitet werden. Anhand der Entwicklung von innovativen Strukturen, Konstruktions- und Detailentwürfen wird an der Lösung einer komplexen Bauaufgabe gearbeitet. Neben der Tragwerks- und Hochbaukonzeption sowie unter Rücksichtnahme auf die Aspekte Vorfertigung und Baubarbarkeit stehen eine schlüssige Energie- und Haustechnikkonzeption sowie ein ressourcenschonendes Planen im Vordergrund.

Weitere Details folgen zu Semesterbeginn.