{"id":6915,"date":"2025-10-16T14:38:40","date_gmt":"2025-10-16T12:38:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/?p=6915"},"modified":"2026-04-22T15:50:09","modified_gmt":"2026-04-22T13:50:09","slug":"entwerfen-_s-45-rethinking-commuting-wastelands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/en\/entwerfen-_s-45-rethinking-commuting-wastelands\/","title":{"rendered":"design studio \/\/ _S.45\/+ &#8211; rethinking \u201ccommuting wastelands\u201d"},"content":{"rendered":"<p>Die im Spannungsfeld zwischen dem historischen Stadtzentrum und dem Naherholungsgebiet Wienerwald gelegene Vorortelinie \/ S45 war eine zentrale infrastrukturelle Ma\u00dfnahme in Otto Wagners Generalregulierungsplan, der Wien gegen Ende des 19. Jahrhunderts von einer Gro\u00dfstadt &#8211; ca. 2 Mio. &#8211; in eine Metropole &#8211; ca. 4 Mio. &#8211; transformieren sollte. Neben dem allt\u00e4glichen Personenverkehr diente die Verkehrsader sowohl der Industrie, den Spit\u00e4lern und dem Milit\u00e4r als auch den zahlreichen freizeitlichen Einrichtungen, wie dem Badeverkehr zu den zahlreichen an der Strecke gelegenen Wiener B\u00e4dern. Sie war somit nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sondern schuf einen zusammenh\u00e4ngenden, multifunktionalen Erlebnis- und Naherholungsraum und war Ausdruck von Urbanit\u00e4t in den Au\u00dfenbezirken Wiens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausgehend von der HB2-VU \u201ecommuting wastelands\u201c aus dem Jahr 2022 soll ein erweiterter Blick auf die Vorortelinie \/ S45 gelenkt werden, bei dem die Bedeutung von urbanen Verkehrsknoten \u2013 vorwiegend des \u00f6ffentlichen Verkehrs \u2013 hinsichtlich der sozio-kulturelle und \u00f6kologische Transformation unserer St\u00e4dte diskutiert werden soll. Ziel der Entwurfs\u00fcbung ist es, durch r\u00e4umlich-analytische und konzeptuelle Zug\u00e4nge neue Narrative f\u00fcr die Rolle von Verkehrsinfrastrukturen im urbanen Gef\u00fcge zu entwickeln \u2013 mit besonderem Augenmerk auf deren integrative, katalytische und identit\u00e4tsstiftende Potenziale.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dieser Entwurfs\u00fcbung wird sowohl das transformative Potenzial der einzelnen Bahnh\u00f6fe bzw. Stationen der S45 auf die jeweiligen Quartiere bzw. Bezirke untersucht als auch die Vorstellung der S45 als ein urbanes Implantat diskutiert und entsprechende Konzepte erarbeitet. Die S45 \u2013 das gr\u00f6\u00dfte Geb\u00e4ude Wiens! Die diskursive Grundlage bildet eine symbiotische Verschr\u00e4nkung dreier urbanistischer Theorien: \u2013\u00a0<em>Downtown Athletic Club<\/em>\u00a0in NYC von Rem Koolhaas (Delirious New York, 1978), \u2013 Bernard Tschumis urbanistische Superimposition des\u00a0<em>Parc de la Villette<\/em>\u00a0in Paris (1982), \u2013 sowie Roland Rainers Konzept der Dezentralisierung f\u00fcr die Wiener Stadtentwicklung (1961).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In seinem Hauptwerk\u00a0<em>General System Theory\u00a0<\/em>(1968)<em>\u00a0<\/em>stellte Ludwig von Bertalanffy<strong>\u00a0<\/strong>(1901 \u2013 1972) \u2013 Biologe und Begr\u00fcnder der Allgemeinen Systemtheorie &#8211; die These vor, dass die Eigenschaften eines Systems nicht durch die isolierte Analyse seiner Einzelteile erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnten. &#8212; Die Stadt ist mehr als nur ein geografischer und physischer Ort und die mit Abstand komplexeste Sch\u00f6pfung des Menschen. Dem menschlichen K\u00f6rper gleich, umfasst sie eine Vielfalt an Systemen, Prozessen und Praktiken, die in st\u00e4ndiger Wechselwirkung stehen. &#8212; Verkehrsknoten z\u00e4hlen zweifellos zu den komplexesten Punkten im systemischen Gef\u00fcge Stadt, da sie das Potenzial haben infrastrukturelle, technologische, soziale, \u00f6kologische, wirtschaftliche und kulturelle Faktoren in einem komplexen und hochdynamischen Raum zu verschr\u00e4nken und somit \u201eUrbanit\u00e4t\u201c zu generieren. Historische betrachtet kommt den Verkehrsknoten \u2013 vorwiegend des \u00f6ffentlichen Verkehrs &#8211; daher in der Entwicklung von vision\u00e4ren Stadtmodellen seit Ende des 19. Jahrhunderts eine tragende Rolle zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Technische Innovationen und gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen verlangen nach leistungsstarken und funktionsoffenen, wandelbaren und mehrfachlesbaren Strukturen \/ Geb\u00e4uden. Im Gegensatz zu klar festgelegten Funktionsprogrammen sind Wandelbarkeit und schaltbare Zonen r\u00e4umlicher, performativer, energetischer und atmosph\u00e4rischer Natur zu bevorzugen. Besonderes Augenmerk liegt auf einer holistischen Konzeption im Spannungsfeld von St\u00e4dtebau &#8211;\u00a0Architektur &#8211; Tragwerk &#8211; Energy design &#8211; Green design, sowie der schl\u00fcssigen und angemessenen Wahl der Konstruktionsprinzipien und Materialien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interventionsbereiche: Bahnhof H\u00fctteldorf, Station Breitensee, Bahnhof Ottakring, Bahnhof Hernals, Bahnhof Gersthof, Station Krottenbachstra\u00dfe und eine neu zu errichtende Station an der M\u00fcndung Donaukanal<a href=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_04-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6916\" src=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_04-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"1279\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_04-scaled.jpg 1279w, https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_04-scaled-600x1200.jpg 600w, https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_04-scaled-999x2000.jpg 999w\" sizes=\"auto, (max-width: 1279px) 100vw, 1279px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die im Spannungsfeld zwischen dem historischen Stadtzentrum und dem Naherholungsgebiet Wienerwald gelegene Vorortelinie \/ S45 war eine zentrale infrastrukturelle Ma\u00dfnahme in Otto Wagners Generalregulierungsplan, der Wien gegen Ende des 19. 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