{"id":6911,"date":"2025-10-16T14:36:12","date_gmt":"2025-10-16T12:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/?p=6911"},"modified":"2026-04-22T15:51:15","modified_gmt":"2026-04-22T13:51:15","slug":"integratives-entwerfen-bachelor-commons","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/en\/integratives-entwerfen-bachelor-commons\/","title":{"rendered":"design studio \/\/ Commons"},"content":{"rendered":"<p>In der Lehrveranstaltung werden die Lehrinhalte des Bachelorstudiums sowie der Grundlagen\u00fcbungen und die daraus erworbenen Kompetenzen zu komplexen architektonischen Aufgabenstellungen verbunden. Vermittelt wird die F\u00e4higkeit, Architektur als Prozess zu begreifen, bei dem Voraussetzungen und Ziele einer Entwurfsaufgabe architektonisch und st\u00e4dtebaulich bearbeitet werden. Ein Entwurf wird auf der Grundlage einer gestalterischen Konzeption als auch unter Ber\u00fccksichtigung sozialer, r\u00e4umlicher, baukonstruktiver und \u00f6kologischer Anforderungen entwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wien z\u00e4hlt heute zu den am schnellsten wachsenden St\u00e4dten Europas. Allein in den kommenden zehn Jahren wird mit einem Zuwachs von rund 150.000 Menschen gerechnet \u2013 das entspricht der Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6\u00dfe einer Stadt wie Salzburg. Dieses Wachstum bringt neue Anforderungen an den urbanen Raum mit sich: mehr Bedarf an Wohnraum, sozialen Infrastrukturen, Freir\u00e4umen, Mobilit\u00e4tsangeboten und kulturellen Einrichtungen.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir in einer bereits dichten Stadt zus\u00e4tzlichen Raum f\u00fcr Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Kultur schaffen \u2013 ohne neue Fl\u00e4chen zu verbrauchen oder das Umland weiter zu zersiedeln? Die Antwort liegt in der intelligenten Nutzung vorhandener urbaner Potenziale. Statt weiter in die Fl\u00e4che zu wachsen, richtet sich der Blick nach innen: auf ungenutzte oder untergenutzte Fl\u00e4chen im bestehenden Stadtgebiet.<\/p>\n<p>Zentrumsnahe Verdichtung bietet eine Reihe von Vorteilen, die sowohl \u00f6kologisch als auch sozial sinnvoll sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Kurze Wege reduzieren den Verkehr und f\u00f6rdern klimafreundliche Mobilit\u00e4t.<\/li>\n<li>Bodenversiegelung kann vermieden und wertvolle Gr\u00fcnr\u00e4ume im Umland gesch\u00fctzt werden.<\/li>\n<li>Bestehende Infrastrukturen wie Stra\u00dfen, Schulen oder \u00d6ffis werden effizient genutzt.<\/li>\n<li>Nutzungsmischungen schaffen lebendige, vielf\u00e4ltige Quartiere mit hoher Lebensqualit\u00e4t.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unser Projekt besch\u00e4ftigt sich mit genau diesen Fragen. Es untersucht zentrale innerst\u00e4dtische M\u00f6glichkeitsr\u00e4ume entlang des ehemaligen Linienwalls \u2013 heute in Form des sogenannten Westg\u00fcrtels sichtbar. Entlang dieser geschichtstr\u00e4chtigen Stadtkante, die einst Wiens Begrenzung markierte, bieten sich zahlreiche Potenzialfl\u00e4chen f\u00fcr eine neue, zukunftsf\u00e4hige Stadtentwicklung.<\/p>\n<p>Die ausgew\u00e4hlten Orte liegen entlang der ehemaligen Stadtbahntrasse \u2013 vom Gaudenzdorfer G\u00fcrtel im S\u00fcden \u00fcber zentrale Knotenpunkte wie dem Christian-Broda-Platz, dem Europaplatz, dem Lerchenfelder G\u00fcrtel und dem Hernalser G\u00fcrtel bis hin zur Spittelau im Norden. Jeder dieser Orte bringt spezifische Bedingungen mit sich: unterschiedliche Topografien, Verkehrslagen, Bebauungsdichten und st\u00e4dtebauliche Kontexte.<\/p>\n<p>Ziel des Entwurfs ist es, diese Orte neu zu denken: als offene, inklusive Stadtr\u00e4ume, die sowohl architektonisch als auch sozial eine positive Wirkung entfalten. Dabei stehen folgende Themen im Fokus:<\/p>\n<ul>\n<li>Hybride Geb\u00e4udestrukturen<\/li>\n<li>Kommerzfreie Zonen<\/li>\n<li>Vernetzung mit dem Stadtraum<\/li>\n<li>Attraktive Au\u00dfenr\u00e4ume<\/li>\n<li>Mobilit\u00e4tswandel<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Projekt versteht sich nicht als Masterplan, sondern als diskursiver Entwurfsansatz. Es zeigt M\u00f6glichkeiten auf, wie Verdichtung nicht Verdr\u00e4ngung bedeutet, wie Wachstum nicht Gleichf\u00f6rmigkeit erzeugt, sondern Vielfalt. Es geht darum, st\u00e4dtische R\u00e4ume zu \u00f6ffnen, zu demokratisieren und zukunftsf\u00e4hig zu gestalten \u2013 r\u00e4umlich, sozial und \u00f6kologisch.<\/p>\n<p>Wenn Wien seine Potenziale intelligent nutzt, kann es zum Modell einer modernen, gerechten und lebenswerten Gro\u00dfstadt werden. Die Transformation entlang des Westg\u00fcrtels ist ein exemplarisches \u00dcbungsfeld daf\u00fcr.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_03-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6912\" src=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_03-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"1279\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_03-scaled.jpg 1279w, https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_03-scaled-600x1200.jpg 600w, https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/250909-Entwerfenplakat_Seite_03-scaled-999x2000.jpg 999w\" sizes=\"auto, (max-width: 1279px) 100vw, 1279px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Lehrveranstaltung werden die Lehrinhalte des Bachelorstudiums sowie der Grundlagen\u00fcbungen und die daraus erworbenen Kompetenzen zu komplexen architektonischen Aufgabenstellungen verbunden. 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