{"id":6899,"date":"2025-10-16T14:09:37","date_gmt":"2025-10-16T12:09:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/?p=6899"},"modified":"2026-04-29T14:37:50","modified_gmt":"2026-04-29T12:37:50","slug":"hochbau-2-lost-highway-habitat-a23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/en\/hochbau-2-lost-highway-habitat-a23\/","title":{"rendered":"VU HB2 \/\/ Lost Highway \u2013 Habitat A23"},"content":{"rendered":"<p><em>Wien 2050<br \/>\n<\/em><em>Die Stadt hat sich an die Folgen der Klimakrise angepasst. Gro\u00dfr\u00e4umige Infrastrukturen, die einst dem Individualverkehr dienten, sind transformiert. Neue st\u00e4dtische Knoten haben sich entwickelt. Die Stadt der kurzen Wege \u2013 funktional durchmischt, belebt und bewohnt \u2013 verkn\u00fcpft Freizeit und Arbeit, Kultur, Sport und Produktion. Strukturen sind wandelbar &#8211; sie reagieren auf klimatische Ver\u00e4nderungen und wechselnde Nutzungen.<strong>\u00a0<\/strong>Gr\u00fcnr\u00e4ume, G\u00e4rten und Terrassen pr\u00e4gen das Stadtbild, verbessern das Mikroklima und schaffen neue Aufenthaltsqualit\u00e4ten. Die Bodenversiegelung geht zur\u00fcck, Baumaterialien werden ressourcenschonend eingesetzt und wiederverwendet.<\/em><\/p>\n<p><strong>Lost Highway \u2013 Habitat A23<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Monofunktionale Stadtviertel und Stadtautobahnen sind ein zentrales Erbe des funktionalistischen Leitbildes der automobilorientierten Nachkriegsstadtplanung. Die jahrzehntelange Priorisierung des motorisierten Individual- und Pendelverkehrs in den metropolitanen R\u00e4umen f\u00fchrte zu massiven Umweltbelastungen, einem drastisch gestiegenen Energieverbrauch sowie zum sp\u00fcrbaren Verlust an Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Vision der autogerechten Stadt gilt l\u00e4ngst als gescheitert. Umso dringlicher ist heute die Integration zukunftsf\u00e4higer Mobilit\u00e4tskonzepte in bestehende Infrastrukturen sowie ein zeitgem\u00e4\u00dfer und nachhaltiger Umgang mit vorhandenen Verkehrsbauwerken.<\/p>\n<p>Die Wiener S\u00fcdosttangente (A23) ist \u00d6sterreichs k\u00fcrzeste, zugleich aber meistbefahrene Autobahn. \u00dcber eine L\u00e4nge von rund 17 km bildet sie ein komplexes System aus Br\u00fccken, Knoten und Hochstra\u00dfen. In einer Stadt, die auf Energieeffizienz, klimagerechte Mobilit\u00e4t und lebenswerte R\u00e4ume setzt, steht eine monofunktionale Infrastruktur mit dieser Verkehrsdichte zunehmend in Frage.<\/p>\n<p>Mit der Entlastung der A23 vom motorisierten Verkehr kann sich entlang ihrer Trasse ein neuer linearer Stadtraum bilden \u2013 eine verbindende Achse zwischen verdichteten Stadtgebieten, Stadtrand sowie Gr\u00fcn- und Wasserlandschaften. Die S\u00fcdosttangente wird damit zur strukturellen Klammer zwischen den beiden bev\u00f6lkerungsreichsten und am st\u00e4rksten wachsenden Bezirken: Favoriten und Donaustadt.<\/p>\n<p>Im Rahmen dieser Vision f\u00fcr die A23 wird das stadtr\u00e4umliche Potential von acht ausgew\u00e4hlten Streckenabschnitten untersucht, die exemplarisch f\u00fcr neue Anbindungen an den \u00f6ffentlichen Verkehr, ein dichtes Radwegenetz, gr\u00fcne Korridore und Naherholungsr\u00e4ume stehen \u2013 sowie als Impulsgeber zur Entwicklung funktional durchmischter R\u00e4ume f\u00fcr Freizeit, Kultur und Soziales dienen. Die bestehende Tragstruktur \u2013 sowohl der Hauptfahrbahn als auch der Auf- und Abfahrten \u2013 bildet dabei den Ausgangspunkt f\u00fcr eine architektonische Transformation: Unter, auf und entlang der Infrastruktur sollen Raumstrukturen<strong>\u00a0<\/strong>entwickelt werden, die bislang ungenutzte Restfl\u00e4chen aktivieren und je nach Standort f\u00fcr neue Nutzungen erschlie\u00dfen. Dabei r\u00fccken auch mikroklimatische Fragestellungen in den Fokus: Hitzebelastung, Luftstr\u00f6mungen, Fl\u00e4chenversiegelung sowie klimatische Wechselwirkungen mit angrenzenden Stadtquartieren spielen ebenso eine Rolle wie die potenzielle energetische Nutzung der thermischen Speichermasse des Verkehrsbauwerks.<\/p>\n<p>Entlang der gesamten, alle Knotenpunkte verbindenden Trasse soll die S\u00fcdosttangente auf je eine Fahrspur pro Richtung f\u00fcr den Individualverkehr sowie eine zus\u00e4tzliche Busspur reduziert werden.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzliche Anforderungen:<br \/>\nIn der \u00dcbung sollen Aspekte der Architektur, der Statik und des Hochbaus innerhalb eines Architekturentwurfs von der typologischen Konzeption, der st\u00e4dtebaulichen Einbindung \u00fcber die konstruktive Vertiefung bis zur Hochbau-Detailausarbeitung erarbeitet werden. Anhand der Entwicklung von innovativen Strukturen, Konstruktions- und Detailentw\u00fcrfen wird an der L\u00f6sung einer<strong>\u00a0komplexen Bauaufgabe<\/strong>\u00a0gearbeitet. Neben der\u00a0<strong>Tragwerks- und Hochbaukonzeption<\/strong>\u00a0sowie unter R\u00fccksichtnahme auf die Aspekte Vorfertigung und Baubarbarkeit stehen eine schl\u00fcssige Energie- und Haustechnikkonzeption sowie ein ressourcenschonendes Planen im Vordergrund.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/WS25-plakat-transformationen-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6901\" src=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/WS25-plakat-transformationen-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"1782\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/WS25-plakat-transformationen-scaled.jpg 1782w, https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/WS25-plakat-transformationen-scaled-640x919.jpg 640w, https:\/\/www.hb2.tuwien.ac.at\/wp-content\/uploads\/WS25-plakat-transformationen-scaled-1064x1529.jpg 1064w\" sizes=\"auto, (max-width: 1782px) 100vw, 1782px\" \/><\/a><\/p>\n<h4>Eindr\u00fccke \/\/<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wien 2050 Die Stadt hat sich an die Folgen der Klimakrise angepasst. 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