Exkursion // Stahl+ 28.05.2026
Werksbesichtigung: Stahlbau Unger Oberwart
Die 1952 als kleine Schlosserei gegründete Unger Steel Group hat sich zu einem international führenden Familienunternehmen für Komplettlösungen im Stahlbau, der Generalunternehmung und im Real-Estate-Bereich entwickelt. Mit Hauptsitz im burgenländischen Oberwart sowie weiteren Produktionsstätten in Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat die Gruppe bereits über 10.000 Projekte in mehr als 40 Ländern realisiert. Das in dritter Generation geführte Unternehmen setzt dabei
jährlich rund 200 anspruchsvolle Bauvorhaben weltweit um.
Besichtigung: Pfarrkirche Obwerwart (Günther Domenig)
Die in den Jahren 1967 bis 1969 von den Architekten Günther Domenig und Eilfried Huth errichtete katholische Pfarrkirche in Oberwart gilt als herausragendes und mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnetes Beispiel des Brutalismus in Österreich. Der expressive Sichtbetonbau wurde harmonisch an eine bestehende barocke Kapelle aus dem Jahr 1728 angebaut und besticht durch seine skulpturale Decken- und Wandgestaltung. Im Inneren präsentiert sich die Kirche als multifunktionaler Saalbau, dessen monumentale Betonstrukturen durch eine gezielte, atmosphärische Lichtführung aufgebrochen werden.
Baustellenvisite: Fachhochschule Pinkfled (Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH)
Das von Pichler & Traupmann Architekten gestaltete Campusprojekt der FH Pinkafeld basiert auf einem modularen Baukastensystem, das sich durch ein abwechselndes Gefüge aus Baumassen und grünen Höfen auszeichnet. Eine großzügige, von Osten nach Westen verlaufende Haupterschließungsachse bindet das Areal mit einer gestischen Geste an die Stadt an und vernetzt bestehende Strukturen, wie das zu einem Mensen- und Seminarkomplex konvertierte Bestandsobjekt, mit den Neubauten. Die mit schwebenden Dächern betonte grüne Mitte fungiert dabei als flexibler, topografisch bespielbarer Hauptaufenthaltsbereich, der einen kontinuierlichen
Austausch zwischen Freiraum und Lehrbetrieb ermöglicht.
Exkursion // Beton+ 29.05.2026
Werksbesichtigung: Zementwerk Holcim Mannersdorf (Karl Schwarnzer)
Das vor 130 Jahren gegründete Holcim Zementwerk in Mannersdorf am Leithagebirge ist mit einer Produktionskapazität von bis zu 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr das größte Zementwerk Österreichs. Der Vorzeigebetrieb setzt stark auf Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit, was sich in einer Ersatzbrennstoffrate von über 90 Prozent und einemhohen Anteil an Recycling-Rohstoffen zeigt. Bereits mehr als die Hälfte des dort hergestellten Zements ist EU-Taxonomie-konform und weist einen deutlich reduzierten CO₂-Fußabdruck auf. Bis zum Jahr 2030 strebt der Standort an, seinen Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken und plant zudem die Inbetriebnahme einer Anlage zur CO₂-Abscheidung.
Besichtigung: Maria Biljan-Bilger Ausstellungshalle Sommerein (Friedrich Kurrent)
Die Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle in Sommerein am Leithagebirge wurde vom Architekten Friedrich Kurrent als Bewahrungs- und Pflegestätte für das umfangreiche Lebenswerk seiner Ehefrau, der Künstlerin Maria Biljan-Bilger, erbaut. Sie versteht sich nicht als klassisches Museum, sondern als eine einzigartige Sammelstelle, die das singuläre Schaffen der Bildhauerin, Keramikerin und Textilkünstlerin lebendig hält. Der Bau gilt zudem als ein tiefes Zeugnis einer Lebensbeziehung sowie als Ort der Erinnerung und Trauerarbeit.
Die Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle in Sommerein am Leithagebirge wurde vom Architekten Friedrich Kurrent als Bewahrungs- und Pflegestätte für das umfangreiche Lebenswerk seiner Ehefrau, der Künstlerin Maria Biljan-Bilger, erbaut. Sie versteht sich nicht als klassisches Museum, sondern als eine einzigartige Sammelstelle, die das singuläre Schaffen der Bildhauerin, Keramikerin und Textilkünstlerin lebendig hält. Der Bau gilt zudem als ein tiefes Zeugnis einer Lebensbeziehung sowie als Ort der Erinnerung und Trauerarbeit.
Besichtigung: Bildhauerhaus St. Margareten (Johann Georg Gsteu)
Das denkmalgeschützte Bildhauerhaus im Römersteinbruch Sankt Margarethen im Burgenland wurde zwischen 1962 und 1968 nach Plänen des Architekten Johann Georg Gsteu erbaut. Errichtet auf den Ruinen einer ehemaligen Steinarbeiter-Kantine, dient das klösterlich und asketisch wirkende Gebäude aus Sandsteinmauerwerk und weit auskragenden Betonfertigteilen als Unterkunft und Sitz für den Verein Symposion Europäischer Bildhauer. Mit seinen acht kleinen Schlafzellen und dem großzügigen Gemeinschaftsraum wurde das mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnete Haus als Ort des internationalen künstlerischen Austauschs konzipiert.
TU WIEN INSTITUT FÜR ARCHITEKTUR UND ENTWERFEN
FORSCHUNGSBEREICH HOCHBAU – KONSTRUKTION UND ENTWERFEN E 253/5
UNIV.PROF. DI DIETMAR FEICHTINGER
instagram.com/hb2.tuwien/
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