LVA 253.O64 BA Entwerfen S26 15.0 ECTS
Betreuung: Markus Planteu
Die konkrete Entwurfsaufgabe befasst sich mit der Verdichtung städtischer Restflächen an ausgewählten Standorten in Wien. Insbesondere Bereiche mit einer hohen Konzentration öffentlicher Verkehrs-Infrastruktur sind häufig von komplexen Überlagerungen unterschiedlicher Maßstäbe, Nutzungen und Bewegungsströme geprägt. Trotz ihrer zentralen Lage entstehen hier oftmals stadträumliche Unorte, die primär als Transiträume wahrgenommen werden und kaum Aufenthaltsqualität aufweisen. Der Entwurf setzt an diesen Orten an und versteht sie als Potenzialräume für eine nachhaltige, menschengerechte Stadtentwicklung. Der Stadtknoten wird dabei als verbindendes Element definiert, das bestehende Barrieren überwindet und neue Anknüpfungspunkte im städtischen Gefüge schafft. Verkehrliche Infrastrukturen, die den Stadtraum häufig fragmentieren, werden nicht als trennende Elemente begriffen, sondern als Ausgangspunkt für neue räumliche Verknüpfungen. Ziel ist es, Übergänge zwischen unterschiedlichen Stadträumen zu schaffen und bislang isolierte Bereiche miteinander zu verbinden. Der Stadtknoten fungiert somit als Schnittstelle zwischen Bewegung und Aufenthalt, zwischen Infrastruktur und öffentlichem Raum. Das Einbeziehen vorhandener Strukturen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Bestehende bauliche Elemente, Verkehrsführungen und topografische Gegebenheiten werden als Grundlage für den Entwurf genutzt und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt sämtlicher Entwurfsentscheidungen steht der Mensch. Der Stadtknoten wird als öffentlicher Raum gedacht, der soziale Interaktion ermöglicht und unterschiedliche Nutzergruppen anspricht. Der Entwurf versteht Architektur und Städtebau als Mittel, um urbane Räume zu schaffen, die funktional, nachhaltig und sozial wirksam sind.
