253.D31 Entwerfen // 10.0 ECTS // SS 2019

Die Konstruktionen sind ausgesprochen leicht, manche fast kühn oder gar gewagt. Der Ressourcenverbrauch ist minimal, nur das notwendigste Material wurde verbaut und doch entstehen die schönsten und großzügigsten Räume, die die Architektur überhaupt hervorbringen kann. Eine intelligente Eleganz oder besser noch: eine elegante Intelligenz wohnt all diesen wunderbaren Follies und Pavillons inne. Man fühlt sich wohl in diesen offenen und luftigen Strukturen, irgendwie befreit und schwerelos und kann sich zur Nutzung alles vorstellen: Feierlichkeiten mit Musik und Tanz, Ausstellungen, auch kleine Messen, Staatsempfänge sogar. Und so leicht wie die Architektur selbst ist es auch, diese Bauten ihrer Bestimmung zu entrücken und an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit und für einen anderen Anlass wieder aufzubauen.

Ziel:

Aufgabe: Entwurf einer temporären Struktur im Sinne eines Pavillons (Nutzfläche beheizt ca 1.400m2) mit konstruktivem Schwerpunkt (Leichtbau, Vorfertigung)

Inhalt:

Die Aufgabenstellung beabsichtigt den Geist der ursprünglichen Weltausstellung wiederzubeleben, entsprechende  Beiträge, Pavillons und Follies galten einst als ein Versprechen an die Zukunft, verlangten nach Innovation, Kreation und Komposition. Ein bewusster und geistreicher Umgang mit Material und Konstruktion ist gefordert, um Raum und Atmosphäre entstehen zu lassen, die das Etikett des Temporären überdauern. Nicht ein detailliertes Raumprogramm ist Grundlage für den Entwurf, der Raum an sich soll Bedürfnisse und Sehnsüchte hervorrufen.

Vorgegebene Parameter: Materialverbrauch, gebautes Volumen bei gleichzeitig definierter Nutzfläche, Verhältnis zwischen Volumen und Hüllfläche

Diese Parameter stehen am Beginn des Entwurfsprozesses und damit auch einer Entscheidungskette, die noch kein Ergebnis kennt. Das Entwerfen fordert explizit zum selbstständigen und freien Denken auf. Innerhalb der Parameter ist alles möglich, unterliegt jedoch der Prämisse der maximalen räumlichen und konstruktiven Qualität, dem unbedingten Gebrauchswert sowie den Regeln der sicheren und komfortablen Benutzung. Ein öffentlicher Charakter und damit verbundene Fragen der Organisation sind immanent. Programmatisches Konzept und konstruktive Idee gehen zwingend Hand in Hand. Ein Schwerpunkt liegt in der konstruktiven und hochbautechnischen Durcharbeitung und Detailierung des Entwurfs.

Vortragende:

Gerhard Steixner

Silke Fischer

Matthäus Wasshuber

Elisabteh Weiler

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