Neben dem Klimaschutz, dem Schutz von Boden, Wasser und Luft, dem Schutz der menschlichen Gesellschaft und - Gesundheit bedeutet Entwerfen, Planen und Bauen vor allem auch Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse zukünftiger (Nutzer)Generationen. Dazu ist es notwendig eine Sammlung von Grundsätzen in der Architektur/Hochbauausbildung zu etablieren, tradierte Leistungsbilder des Architekten/der Architektin zu hinterfragen und aufzubrechen und ein, das Gesamtsystem beachtende Rollenverständnis der Architektur zu fördern.

Ziel:

Bildungsziel des Moduls ist der Erwerb von Wissen und fachlicher Kompetenz zu den Bau-, Planungs- und Entwurfsgrundsätzen aus der Sicht einer ganzheitlichen Architekturbetrachtung.

Im Rahmen des Moduls soll die Fähigkeit zur Erfassung komplexer hochbautechnischer und baukonstruktiver Problemstellungen sowie das systematische Vorausdenken von innovativen, den Regeln der Technik entsprechenden Konzepten für den Hochbauentwurf und dessen Materialisierung gefördert werden.

Inhalt:

Kennenlernen der Instrumente und Werkzeuge für die Planungspraxis. Diskussion des Berufsbildes des Architekten/der Architektin hinsichtlich seines/ihres Selbstverständnisses als Generalist, Dienstleister oder Spezialist bzw. als Partner im Planungsprozess.

Untersuchung der ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Qualitäten eines Gebäudes. Vorstellung von Prinzipien und Methoden zur Reduktion des Energieverbrauchs unserer Gebäude. Vorstellung alternativer Bauweisen, konstruktiver und materialtechnischer Neu- und Weiterentwicklungen hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Errichtung, Betrieb und Unterhaltung von Strukturen und Gebäuden.

Vertiefung des Grundwissens über Materialien und Werkstoffe, deren sowie über deren Verhalten und Fügeprinzipien unter Einbeziehung von Professionalisten aus der Bau- und Planungspraxis.

Überblick und Diskussion der Richtlinien, Vorschriften, Standards und Normen im Bauwesen und deren Auswirkungen auf die Planungspraxis.