253.I93 Entwerfen // 5.0 ECTS // WS 2022

… construct – deconstruct – reconstruct …

 Pollution is nothing but the resources we are not harvesting.
We allow them to disperse because we’ve been ignorant of their value’
(Richard Buckminster Fuller (1895-1983)

 

Thema:
Experimentelle Entwicklung und baureife 1:1 Ausformulierung einer Pavillon-ähnlichen Raumstruktur (freistehendes leichtes Bauwerk) im öffentlichen Raum mit unterschiedlichen Raum- und Nutzungskonfigurationen.

Entwicklung:
Das architektonische Konzept wird in Einklang mit einer dynamischen Programmierung im öffentlichen Raum entwickelt. Die räumliche Ausformulierung basiert auf einer eingehenden Analyse von geometrischen und konstruktiven Prinzipien, die in Iteration mit dem architektonischen Konzept verdichtet wird.

Werkzeuge:
Die Untersuchungen erfolgen an analogen und digitalen Modellen - unter anderem mit algorithmisch gestützten Planungstools, die im Rahmen der LVA vertieft werden. Grundkenntnisse in Rhino und Grashopper werden vorausgesetzt. Eine Bereitschaft und Freude zur handwerklichen Arbeit wird erwartet.

Spannungsfelder:
…  Temporäre Orte im Öffentlichen Raum
...  Räumliche Großzügigkeit und Ressourcenschonung
…  Konstruktive Finesse und Detaillierung
…  Aktueller Diskurs und Programmierung

Die geplante Architektur soll den Rahmen für ein Symposium, das die angeführten Spannungsfelder diskutiert, formulieren.

Exemplarisch soll das Projekt über eine Zeitspanne von einem Jahr an verschieden Orten in Wien aufgebaut werden. Der Entwurf wird in diesem Entwerfen bis zur 1:1 Struktur konzipiert und zumindest in Teilen als Mock-up geprüft werden. Eine Realisierung im SS 2023 ist geplant. Die LVA wird in Englisch und Deutsch geführt.

Ziel:

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage:

…  ein Projekt integrativ, d.h. aus Sicht der Architektur zu entwickeln;
… Besonders berücksichtigt werden die Disziplinen Tragwerksplanung und Geometrie, unter Einbeziehung städteräumlicher und sozial relevanter Aspekte;
…  Entwerfen als kollaborativen, eigenverantwortlichen Prozess zu erkennen, der phasenweise unterschiedliche Arbeitskonstellationen und Herangehensweisen fordert;
…  essentielle Fragestellungen innerhalb der Entwurfsaufgabe zu Konstruktion, Material und Entwurf zu erkennen, zu formulieren und diese miteinander und mit Expert:Innen zu diskutieren;
…  Fragen der Optimierung aus architektonisch-konstruktiver, ökologischer und räumlich-sozialer Sicht zu bearbeiten;
…  Das eigene Projekt als eigenständigen und kritischen Beitrag im aktuellen architektonischen und gesellschaftlichen Diskurs zu positionieren,
…  und darauf aufbauend ein eigenständiges, schlüssiges Entwurfs- und Umsetzungskonzept zu entwickeln, auszuarbeiten und in geeigneter Form zu präsentieren.

 

Ziel ist der Entwurf im Maßstab 1:50 (Polierplan) und 1:20-1:1 (Detailplanung). Ein Fokus des Entwerfens liegt auf dem intelligenten Detail und im baupraktischen Denken. Der Entwurf muss in Einklang mit dem Ort und dem vorgeschlagenen Programm realisierbar sein.

Die Studierenden arbeiten in Kleingruppen als Teams in einem Projekt. Die Arbeitsweise der Studierenden ist selbständig und eigeninitiativ. Begleitend gibt es ein 2,5 Stunden Entwerfen mit Input zu relevanten Tools (Grashopper, Karamba, etc.) und zu spezifischen Fragestellungen. Während des zweitägigen Kick-off Workshops werden ausgewählte Projekte der vorhergehenden Entwerfen: Versatile Spaces (SS21) und Creating Versatile Spaces (SS22) vorgestellt und wesentliche Fragestellungen für das WS definiert. Die Projektbesprechungen und -präsentationen erfolgen geblockt.

Vortragende:

Sandra Häuplik Meusburger, Peter Bauer, Marilies Wedl

Leistungsnachweis:

Immanent

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