253.I64 Entwerfen // 10.0 ECTS // WS 2022

 

Die Aufmerksamkeit dieser Entwurfsarbeit fällt auf das unscheinbar wirkende, italienische Bergdorf Arnara, südlich von Rom im Latium gelegen. Es steht wie viele Orte in Italien für Abwanderung, Erwerbslosigkeit, Überalterung und Zersiedelung der Landschaft. Es gibt inzwischen aber Ansatzpunkte, die genutzt werden können, um die Bedeutung der einstigen mittelalterlichen Befestigung wieder hervorzuheben.

Mit architektonischen Interventionen soll eine positive Entwicklung nach innen und außen angestoßen werden.

Einer dieser Ansatzpunkte kann die Beschäftigung mit dem aus Arnara stammenden Künstlers Arturo Ciacelli sein, der sich bereits 1913 als „Futurist“ der Öffentlichkeit vorstellte und seither als ein wesentlicher Vertreter des „italienischen Futurismo“ gilt. Da der „Futurismo“ nicht auf die Malerei beschränkt war, könnte sich Arnara mit diesen Wurzeln im Laufe der Zeit zu einem kleinen Zentrum für Musik, Film, Theater, und Bildende Kunst entwickeln.

Um die Verknüpfung zu den Bewohnern herzustellen, sind Themen, wie die historische Entwicklung des Dorfes (Mittelalter bis heute), die Alltagskultur der Bewohner (Leben, Arbeiten, Gebräuche, Feste, Kochen) aber auch die Migration als Impulse für einen architektonischen Entwurf zu betrachten.

Programm und Betreuung: Arch. Wolfgang Feyferlik
Gäste: Arch. Susanne Fritzer (A), Arch. Claudius Pratsch (D)


Ort: Arnara
Termin: Ankunft in Arnara am 10.9.2022 (Anreise individuell)
Rückreise: 23.9.2022
Kosten: max. Eur 400,- (Fahrt, Unterkunft, Ausflüge). Ein Teil der Kosten wird vom FB rückerstattet

Informationen:
feyferlik@inode.at

Einführungsveranstaltung mit Anmeldemöglichkeit (Eur 50,-)
Di 28.06.2022, 17.00h, FB Hochbau, Konstruktion und Entwerfen (Hochbau 2)
begrenzte Platzanzahl (20 Studierende)

Ziel:

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage, eine stadträumlich- und gesellschaftlich relevante Position in Form eines architektonischen Entwurfs mit einem konkreten Programm zu formulieren. Ausgehend von einer kritischen Analyse bestehender räumlicher und sozialer Rahmenbedingungen sind die Studierenden nach Absolvierung des Entwerfens in der Lage hochbaurelevante Fragestellungen und einen ressourcenschonenden Planungsansatz als integrativen Bestandteil des Architekturkonzepts zu berücksichtigen.

Workshops:

Diskussion der Lehrinhalte in einem mehrtägigen Workshop in Italien und Projektbesprechungen. Eigenständige Recherche und Bearbeitung einer Aufgabenstellung (mit Skizzen, Arbeitsmodellen, Projektstudien usw.), Ausarbeitung von Plänen- in allen hochbaurelevanten Maßstäben und eines räumlichen Modells. Gruppenarbeit.

Vortragende:

Wolfgang Feyferlik, Susanne Fritzer, Claudius Pratsch

Leistungsnachweis:

Immanent

» Termine