das kernteam der abteilung hochbau 2 verfügt über eine breit gefächerte kompetenz mit folgenden arbeitsschwerpunkten und forschungsbrereichen:

// industrielle bauweisen und leichtbauweisen im hochbau // werkstoffübergreifendes entwerfen von leichtbaustrukturen im hochbau // füge- und detaillierungsprinzipien von leichtbauwerkstoffen im bauwesen // entwicklung ressourcenschonender bauweisen // analyse des potentials kommender material- und fügetechnik // hochbautechnische lösungen im internationalen kontext // normen, regelwerke und zertifikate für nachhaltiges bauen // technologieentwicklung und kultureller kontext // kinematische konstruktionssysteme im hochbau // thermische gebäudesimulation // mehr- dimensionale wärmeleitung und wärmespeicherung // bauklimatologie // weltraumarchitektur und architektur in extreme environment // wissenstransfer (science) fiktion und hochbau // entwicklungsgebiete // digital architecture // film und architektur // evaluierung meilensteine der europäischen und außereuropäischen (nachkriegs-) moderne // holzbausysteme // nachhaltiges, einfaches bauen // minimierte wohnformen // sozialraumorientierung und soziokulturelle partizipation in architektur // sozialräumliche struktur vs. räumliche charakteristik //

Klaus Kreč

Klimadaten haben als Randbedingung für Simulationen des thermischen und hygrischen Verhaltens von Baukonstruktionen, Räumen und Gebäuden erheblichen Einfluß auf das Berechnungsergebnis. Der richtigen Wahl der Klimadaten fällt somit entscheidende Bedeutung zu.

Im Büro für Angewandte Mathematik des Wiener Mathematikers Dr. W. Heindl wurden bereits Anfang der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts Algorithmen zur Erzeugung von Klimadaten für Zwecke des Bauwesens entwickelt und in der Folge 1984 der Klimadatenkatalog für Österreich [1] heraus gegeben. Die dort nachschlagbaren Klimadaten (Temperatur und Sonneneinstrahlung) beruhten auf der Auswertung von meteorologischen Messdaten aus dem Zeitraum zwischen 1930 und 1976. Mit dem Klimawandel erwies sich diese Datenbasis in zunehmendem Maße als nicht mehr zeitgemäß.

Thema der Überarbeitung des Klimadatenkatalogs war zu einen das Update der Klimadatenbasis auf den 30-jährigen Messzeitraum zwischen 1978 und 2007. Zudem waren Update-Programme zu entwickeln, die die in Zukunft häufiger erforderlichen Updates halbautomatisch möglich machen. [2]

Zum anderen bestand die Forderung, von einem gedruckten Werk auf heute gebräuchliche Medien überzugehen. Die Entwicklung des Klimadatengenerators OEKLIM bietet nun die Möglichkeit, für jeden Ort in Österreich sowohl statistische Daten zum Tagesmittelwert der Außenlufttemperatur abzurufen also auch mittlere Monatssummen für Global- und Diffusstrahlung auf beliebig orientierte Empfangsflächen berechnen zu lassen.

Mittlerweile ist OEKLIM in einer in seiner Leistungsfähigkeit etwas reduzierten Form auf der Homepage des bmwfj (bmwfj Klimadatenrechner) als Klimadatenrechner installiert und für die Allgemeinheit zugreifbar.

Literatur

[1] Heindl W., Sigmund A. & Kreč K., Klimadatenkatalog, Kommissionsverlag: Österreichischer Ingenieur- und Architektenverein, Wien (1984)

 

Forschungsziel::

Bereitstellung von Klimadaten für die Berechnung des Energiebedarfs von Gebäuden. Die Klimadaten sollen flächendeckend für Österreich abrufbar sein und die langjährigen außenklimatischen Bedingungen am jeweilig ausgewählten Standort repräsentieren.

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